Newsletter 'GfA Aktuell' Nr. 35 vom April 2015

Nummer 35                                                                 April 2015

Verfasser:
Heinz Hütter, verantwortlich für Information & Kommunikation der GfA

huetter@gfa-forum.de Tel. 0821-51 54 03

 

Schwerpunkt: Digitales Lernen - Neues Lernen?

Ist Digitales Lernen wirklich neues Lernen oder droht uns die digitale Demenz, wie der Psychiater Manfred Spitzer in seinen gleichnamigen Buch warnt.

Auch Politiker und Vertreter der Wirtschaft warnen: Wir würden Entwicklungen verschlafen, wenn wir nicht in Medientechnik und -didaktik mit anderen Ländern schritthalten. Doch geht es primär um die Bedienung digitaler Medien und Geräte bis hin zu den Steueranlagen der Fabrik 4.0? Ist digitales Lernen ein Allheilmittel gegen unsere Bildungsmisere? Nein, ist es natürlich nicht.

Selbständiges Denken und Dinge auch ohne irgendwelche Devices zu tun und tun zu können, bleibt wichtig(st)es Lernziel. Dennoch dürfen wir den Kopf nicht einfach in den Sand stecken. Es geht darum herauszubekommen, wann und wofür Lehrer und Lernende digitale Werkzeuge im Rahmen ihrer Ziele und Aufgaben effektiv einsetzen können.

 

Zum Inhalt

1.  Falkenstein 2015: Entspannt lernen im Schlosshotel Döttingen
2.  Vormerken: Methodentag Projektmanagement
3.  Appell eines Lehrers: Vergesst Powerpoint!
4.  Digitales Lernen - Verdummt der Computer unsere Kinder?
5.  Lernen mit neuen Medien: Digital macht schlau!
6.  Überblick E-Learning: Auf dem Weg zum interaktiven, sozialen Prozess
7.  Die Top 100 Programme für das Lernen mit neueren Medien
8.  GfA-Webseite: Über Vierzig Jahre Wissen im Mitgliederbereich zugänglich

 

1.  Falkenstein 2015: Entspannt lernen im Schlosshotel Döttingen

Eine breite Themenpalette mit hervorragenden Referenten erwartet Sie bei den 43. Falkenstein-Seminaren: Die vier Referenten bieten spannende Workshops und freuen sich auf interessierte Teilnehmer.

  • Carsta Stromberg - Mit Humor arbeiten & leben. Lebens- und Schaffensfreude wirklich leben
  • Uwe Janikovits - Wertschätzende Kommunikation. Auf Augenhöhe miteinander sprechen
  • Thomas Kiefer - Effizienter und produktiver im digitalen Zeitalter. Berufliche und private Ziele mit Leichtigkeit erreichen
  • Sanjay Sauldie - Internet Marketing und Social Media. Erfolgreich sein im Web

Ein entspanntes Himmelfahrtswochenende (14.-16.05.15) im Schlosshotel Döttingen im Kochertal bietet ein wunderbaren Rahmen, um sich zu begegnen und zu lernen.

Für GfA- und GABAL-Mitglieder betragen die Seminarkosten € 240,00, für Gäste € 340,00. Bei einer Anmeldung bis zum 6. Mai (verlängert!) gibt es einen Frühbucherrabatt von jeweils € 60,00. Zusätzlich ist bei Partnerbuchung ein Nachlass von weiteren € 60,00 für die zweite Person möglich. Der Preis für Unterkunft mit Vollpension während des zweieinhalb-tägigen Seminars beträgt im Einzelzimmer/Person € 219,00 und ist direkt mit dem Schlosshotel abzurechnen.

Weitere Infos und Anmeldung online oder via Bundeskartei - Roland Kreische, Hermann-Steinhäuser-Str. 4, 63065 Offenbach am Main, Tel.: 069 - 81 44 86, Fax: 069 - 98 55 89 59, roland.kreische@gfa-forum.de

 

2.  Vormerken: Methodentag Projektmanagement

Methodentag ProjektmanagementAuf eine Idee aus der GfA geht der Methodentag Projektmanagement  am 26.09.15 in Augsburg zurück: In zwölf Workshops wird das Thema "Projekt! Qualität! Erfolg?" von allen Seiten beleuchtet.

Als Keynote-Speakerin wird Antje Heimsoeth, die "Vortragsrednerin des Jahres 2014" auftreten, die als Mentalcoach auch Spitzensportler begleitet.

Eine Anmeldung ist im Moment noch nicht möglich. Wenn Sie sich für eine Teilnahme interessieren, können Sie sich in den Verteiler der Veranstaltung aufnehmen lassen.

Damit verpassen Sie nicht, sich rechtzeitig anzumelden, um sich den Frühbucherpreis zu sichern. GfA-Mitglieder erhalten außerdem Sonderkonditionen. Zur Veranstaltungsseite.

 

3.  Appell eines Lehrers: Vergesst Powerpoint!

PowerPointDigitalisierung - das klingt für viele nach besserem Unterricht. Auch ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als mir meine Kinder berichteten, sie würden eine Präsentation in der Schule mit PowerPoint vorbereiten. „Präsentieren, das braucht man heute im Berufsleben...!", war mein Gedankengang.

Doch oft vermiesen bunte Präsentationen ein Schülerreferat, so findet der Lehrer und Buchauthor Arne Ulbricht. Er sehnt sich nach Präsentationen in freier Rede und mit Karteikärtchen, anstatt nach Copy&Paste-Resultaten. Er plädiert für selbständiges Arbeiten, bestehend aus Zuhören, Mitdenken, Fragen, Bearbeiten und verständlichem Vortragen.

Nachzulesen auf Spiegel Online.

 

4.  Digitales Lernen - Verdummt der Computer unsere Kinder?

Digital verdummtVerdummt der Computer unsere Kinder? Nein, ist die Antwort von Prof. Dr. Gerald Lembke. Doch der Umgang muss erlernt werden. Und das funktioniert, so die überraschende These Lemkes erst ab dem 12. Lebensjahr. Auch er warnt vor unverdautem, kontextfreiem Lernen, Bulimie-Lernen, wie er es nennt.

Gerald Lembke und Ingo Leipner - Die Lüge von der digitalen Bildung - Warum unsere Kinder das Lernen verlernen Redlin-Verlag 2015, 19,99 € - auch als e-book erhältlich.

Ein nicht unumstrittenes Buch. Das zeigen schon die besten Kommentare auf Facebook zu Lemkes Thesen. Diese müssen ihrerseits nicht kommentiert werden.

Wer sich die Buchlektüre ersparen will, findet zwei Zusammenfassungen: Ein 5-minütiges Youtube-Video von Sat1  und ein Interview mit Lemke aus der SZ, am besten zu lesen in einem Blog names Pravda.tv :  Bemerkenswert an dieser Seite - der Blogger heißt Pravda - ist die lange Link-Liste von Argumenten gegen digitale Medien, z.B. zu „Google statt Grips: Smartphones machen denkfaul".

 

5.  Lernen mit neuen Medien: Digital macht schlau!

Ganz anders der folgende Beitrag: Mit Tablet-Computern und Online-Zugang haben Lehrer heute die Chance, ein neues Zeitalter der Bildung einzuleiten. Was dafür nötig ist? Beherzte Pädagogen. Und entspannte Eltern. Der Autor Jürgen Schaefer berichtet von einer Gruppe von Schulen, die neue Wege gehen.  

Auch wenn die Idee individualisierten Lernens selbst nicht neu ist: Kinder mit Tablet-Computern, aber ohne Klassenzimmer, mit persönlichen Entwicklungsgesprächen mit ihren Eltern und Lehrern anstatt festem Lehrplan und Ferien, wenn die Familie verreisen will.

An vielen Schulen scheint das zu gelingen! Tja, in den Niederlanden! Doch zumindest öffnet uns das im Land der föderalen Bildungsbürokratie neue gedankliche Horizonte.

Unser Schulsystem  wurde nach dem Vorbild eines Fabrikfließbands aus dem 19. Jahrhundert geformt, so der britische Bildungsforscher Sir Ken Robinson: "Wir unterrichten Kinder in Chargen, alle im gleichen Alter. So als ob das Herstellungsdatum der Kinder ihren Lernbedarf ergäbe."

Ein sehr lesenswerter Artikel in Geo.de  oder in der gedruckten Geo-Ausgabe 12/2014 mit dem Titelthema über die Schule der Zukunft.

 

6.  Überblick E-Learning: Auf dem Weg zum interaktiven, sozialen Prozess

J. Robes„Wer das Stichwort E-Learning hört, denkt häufig an IT-Schulungen im Netz oder einfache Lernprogramme mit viel Text, einigen Aufgaben und Links auf weiterführende Dokumente. Doch das muss nicht mehr so sein. Die neuen Formate sind interaktiv, eingebettet in praxisorientierte Lernprozesse und oft verknüpft mit Social Media-Tools und Plattformen. Im Folgenden werden mit Blick auf Einsatz und Nutzung in Unternehmen und Organisationen einige dieser Formate vorgestellt.", so leitet der umtriebige Dr. Jochen Robes einen Überblick über onlinebasierte Weiterbildung ein.

Für das Magazin Medienproduktion der TU Ilmenau beschreibt er einige Entwicklungen und Formate, die das Online-Lernen heute prägen. Video-based Learning, Mobile Learning, Virtual Classrooms, Serious Games & Gamification, Informelles Lernen usw.

 

7.  Die Top 100 Programme für das Lernen mit neueren Medien

Top 100Seit 8 Jahren gibt Jane Hart jährlich die „Top 100 Tools for Learning" heraus: Eine Liste von Programmen zum Lernen, Unterrichten und Trainieren. Grundlage dafür ist die Befragung von über eintausend Lehrprofis aus aller Welt. Neben vielen bekannten Programmen für jedermann sind darunter auch einige spezielle, die für Lehrer und Trainer von besonderen Nutzen sein können: Bild- und Videobearbeitung, Zeichenprogramme, Online-Learning-Plattformen, und was es heute noch alles gibt. So etwa Explain everything, eine interaktive Whiteboard mit Aufzeichnungsfunktionen für Tablet-PCs, oder Paperli, ein Werkzeug zum Erstellen von Online-Zeitungen.

Die Liste gibt es als Präsentation auf Youtube oder über eine normale Webseite http://c4lpt.co.uk/top100tools/  mit einer praktischen Aufzählung aller 100 Programme, Apps und Plattformen. Hier kann auch ein Guidebook mit ausführlicher Beschreibung aller 100 Kandidaten erworben werden.

 

8.  GfA-Webseite: Über Vierzig Jahre Wissen im Mitgliederbereich zugänglich

DAM online„Arbeitsmethodik hat eine besonders lange Halbwertzeit", so pflegte Werner Fuchs, Ehrenpräsident der GfA, zu sagen.

Ein enormer Wissens- und Erfahrungschatz steht Ihnen als Mitglied zur Verfügung. Eine sehr interessante Möglichkeit der Nutzung dieser Webseite  ist anscheinend nicht allen Mitgliedern bekannt. Wenn Sie als Benutzername Ihre Mitgliedsnummer und als Passwort Ihre PLZ (zum Zeitpunkt Ihres GfA-Eintritts) eingeben, öffnet sich Ihnen der Mitgliedsbereich. Sie erkennen diesen Modus daran, dass Sie mit Namen begrüßt werden. Nun ist links ein Navigationspunkt Forum und DAM-Online sichtbar.

Damit haben Sie Zugriff auf alle Jahrgänge des Arbeitsmethodikers mit seinen 150 Heften sowie auf die Nachfolgezeitschrift Forum.

 

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Mitglieder-Statement

  • Dietrich Fauteck

    Ich möchte als Pensionär dazu beitragen, die GfA stark zu machen, insbesondere durch Mitgliederwerbung sowie durch Ausbau des GfA-Netzwerkes mit Wohlfühlklima (Nestwärme).

    Dietrich Fauteck

  • Gisela Malasch Ich bin immer interessiert, den Alltag zu verbessern, zu vereinfachen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Seit einigen Monaten bin ich Mitglied der GfA, habe aber schon an dem Führungstraining in Stuttgart teilgenommen: Ein interessantes und sehr informatives Wochenende, bei dem einfach alles stimmte.

    Gisela Malasch

  • Hans Bleckenwegner

    Ich besuche gerne die Falkenstein-Seminare. Jedesmal lerne ich wunderbare Menschen kennen. Die Synergieeffekte, die bei den Gruppenarbeiten auftreten, erstaunen und erfreuen mich immer wieder.

    Hans Bleckenwegner

  • Thomas Kiefer
    Vor einigen Jahren kam ich durch persönliche Empfehlung zur GfA. Seitdem nutze ich die Angebote in Rastatt gerne und regelmäßig. Ob privat oder beruflich, die Vorträge bei der GfA weiten den Blick und eröffnen neue Perspektiven.

    Thomas Kiefer

  • Peter Landherr

    Ich möchte mich permanent persönlich weiterentwickeln und dabei sind mir Methodik und der persönliche Austausch in den GfA Abenden wichtig. Hier kann ich ungezwungen neue Impulse aufnehmen und in der Gruppe meine eigenen Erfahrungen diskutieren.

    Peter Landherr

  • Erika Schölzel

    Ich bin seit über 20 Jahren Mitglied und nehme gern regelmäßig an den Veranstaltungen teil. Die unterschiedlichen Herangehensweisen der Referenten an die relevanten Themen führen immer wieder zu neuen Erkenntnissen.

    Erika Schölzel

  • Jörg Schacht

    Ich schätze sehr den Austausch mit anderen Fachleuten, die sich genau wie ich, mit Arbeitsmethodiken auseinander setzen und die den entsprechenden Weitblick haben.

    Jörg Schacht

  • Jeanette Abuja

    Ich treffe dort viele interessante Köpfe, die sich weiterentwickeln wollen und dazu ihre Expertise austauschen.

    Jeanette Abuja

  • Sanjay Sauldie

    Ich bin bei der GfA, weil ich immer wieder neue tolle Menschen kennenlerne.

    Sanjay Sauldie

  • Frank Neuhaus

    Ich schätze an der GfA, dass dort Themen angeboten werden, die für meinem Arbeitsalltag wirklich nützlich sind und dass das vermittelte Wissen durch die Workshop-Atmosphäre der Gruppen-Abende direkt umsetzbar ist. 

    Frank Neuhaus

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