Newsletter 'GfA Aktuell' Nr. 31 vom August 2014

Nummer 31                                                              August 2014

 

Verfasser:

Heinz Hütter, verantwortlich für Information & Kommunikation der GfA
huetter@gfa-forum.de
Tel. 0821-51 54 03

 

Editorial: Für alles eine App oder App-hängigkeit?

"So bringen Sie Ordnung in Ihr Leben!", wirbt der App-Anbieter Evernote in einem Video. Welche Anmaßung, wären wir nicht vollmundige Versprechen aus der Werbung längst gewöhnt.

Evernote ist ein Datensammler, eine App für PC, Internet und Smartphone gleichermaßen. In diesem Fall wären wir mit "ein bisschen mehr Ordnung in Ihre Daten" als Versprechen zufrieden.

Ziel dieses Newsletters war es, Ihnen kontroverse Beiträge zum Thema Apps zu bieten, um verschiedene Facetten zu beleuchten und Ihnen einige nützliche Apps zu empfehlen. Ich muss zugeben, Erfolgsberichte über sinnvolle Apps kommen in dieser Ausgabe zu kurz. Doch das wird nachgeholt. Versprochen!

 

Zum Inhalt

1. Tagesseminar in K'lautern: "Einander besser verstehen" mit Rudolf Schnappauf
2. GABAL Herbst-Impulstag 2014 in Mainz
3.  Prof. Dr. Lothar Seiwert als Ehrenmitglied der GfA ausgezeichnet
4.  Apps: Wie smarte Dienste die Arbeit aufmischen
5.  Apps für die Arbeitsorganisation - machen Sie sich app-hängig?
6.  Die besten Collaboration-Tools
7.  Sicherheit für Smartphones und Internet
8.  Glaubt nichts, was ihr nicht selbst gehackt habt
9.  Buchtipp: „Für immer aufgeräumt - auch digital" - endlich!
10. „Die Rede-Fee" von Reingard Gschaider als eBook

 

1. Tagesseminar in K'lautern: "Einander besser verstehen" mit Rudolf Schnappauf

Rudolf Schnappauf„Einander besser verstehen - Wie professionelle Kommunikation und Gesprächsführung gelingt", so der Titel eines Tagesseminars am 20.09.14 in Kaiserslautern. Der bekannte Kommunikations-Trainer Rudolf A. Schnappauf verspricht Ihnen interessante und lohnende Erfahrungen zu Kommunikation und Gesprächsführung.

Sie erleben einen Tag mit viel Kommunikation, interessanten Beispielen und Übungen sowie lehrreichen Unterlagen zum Weiterüben. Das Seminar wird in Kooperation der GfA-Gruppe Kaiserslautern mit der Stadtsparkasse Kaiserslautern angeboten.

Hier die Ausschreibung des Tagesseminars samt Anmeldeformular. Eine Anmeldung sollte bis zum 31. August 2014 erfolgen.

 

2. GABAL Herbst-Impulstag 2014 in Mainz

GABAL Herbstimpulstag 14"Weiterbildung orientiert an Lebensphasen"- so das Motto des diesjährigen Herbstimpulstags unseres Partnervereins GABAL e.V. am 25.10. im InterCityHotel Mainz. Für jeden Einzelnen gilt heute: Zukunft sichern, sich auf Variation im Berufsleben vorbereiten.

Wie Sie sich als Trainer, Berater, Personaler auf diese Entwicklungen noch besser einstellen, darum geht es an diesem Impulstag. Als Referenten treten u.a. an: Prof. Dr. Uwe Genz mit "Hirnforschung reloaded: Wie lernen wir wann?" oder Prof. Dr. Gerald Lemke mit "Zum Frühstück gibt´s Apps - Umgang mit der Digitalen Ambivalenz".

Hier das komplette Veranstaltungsprogramm mit allen Referenten.

GfA-Mitglieder erhalten dieselben Konditionen wie GABAL-Mitglieder. Frühbucherpreise gelten nur noch bis 31.08.!

 

3.  Prof. Dr. Lothar Seiwert als Ehrenmitglied der GfA ausgezeichnet

Prof. Dr. Lothar SeiwertAm 29. Mai 2014 - zum 60-jährigen Bestehen der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V. - wurde Prof. Dr. Lothar Seiwert zum Ehrenmitglied ernannt. "Prof. Seiwert hat es in beispielhafter Weise verstanden, durch die Konzentration auf das Wesentliche beim Zeitmanagement schon seit über 40 Jahren und auch in Sachen Arbeitsmethodik Meilensteine zu setzen. Wichtig und einmalig ist bei ihm, dass er seine Konzepte permanent weiter entwickelt und die Meisterschaft in diesem Fachbereich nicht nur behalten, sondern auch immer weiter ausgebaut hat", so Hans-Herbert Knigge, 1. Bundesvorsitzender der GfA, über das Lebenswerk von Prof. Dr. Lothar Seiwert.

Dipl.-Ing. Helmut Clemm - Ehrenpräsident der GfA - fand in seiner Laudatio ebenfalls nur Worte des Lobes für den ewigen Zeitexperten. Die Laudatio finden Sie auf unserer Webseite.

 

4.  Apps: Wie smarte Dienste die Arbeit aufmischen

Bienzeisler_Bernd_(c)Cira_Miro„In der neuen Service-Ökonomie wird das Geld zunehmend mit informationsbasierten Dienstleistungen verdient - rund um die Nutzung der Produkte.", so schreibt der Soziologe Bernd Bienzeisler vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart.  

Ein Beispiel: „Als ich kürzlich in einem Hotel ein Taxi bestellte, reichte mir die Dame an der Rezeption ein iPad. Darauf installiert war die App ‚mytaxi‘'. Nach einmaligem Drücken war das Taxi bestellt. Ich konnte auf die Sekunde sehen, wann das Taxi vor dem Hotel ankommen würde." Taxifahrer müssen für die Nutzung dieser Vermittlung eine Provision an Mytaxi zahlen. Wer mehr bezahlt, hat größere Chancen, Fahrgäste vermittelt zu bekommen.

Ein weiteres Beispiel, wie der Online-Händler Zalando es schafft, dem Einzelhandel das Wasser abzugraben, gibt sehr zu denken.

Der lesenswerte Artikel von Bienzeisler über diesen Aspekt der zukünftigen Arbeitswelt ist zu finden auf der Webseite der Hans-Böckler-Stiftung.

 

5.  Apps für die Arbeitsorganisation - machen Sie sich app-hängig?

Gunter SteidingerUnser Falkenstein-Referent Gunter Steidinger fordert: "Machen Sie sich nicht App-hängig! 1 Stift, 3 Blatt, Ihren Verstand - mehr brauchen Sie nicht." In der Tat spricht er damit die wesentlichen Hilfsmittel des Arbeitens an: unser Denkvermögen, seine Kreativität und das konzentrierte Arbeitsumfeld, das Papier und Stift symbolisieren.

Einen anderen Aspekt charakterisiert Arne Gottschalck im manager magazin online: Die Verschwendung von Zeit durch die "App-okalypse": „Immer mehr, immer bunter, für fast alles - Smartphones sind die allgegenwärtigen telemobilen Helfer im Arbeitsalltag, ebenso die Apps. Doch sie drohen auch, die knappste Ressource zu vernichten, die Entscheider haben. Zeit."

Leider ist die Gestaltung dieser Webseite selbst ein Musterbeispiel der Apokalyse aus unerwünschter Werbung und nebensächlicher Information.

Abhilfe weiß schließlich der Nürnberger Psychologe und Coach Markus Väth. In seinem Blog empfielt er "Informationsmanagement oder 'Atmen Sie, verdammt noch mal! ' ". Er gibt sinnvolle und begründete Hinweise zum Umgang mit Informationsflut durch neue Medien.


6.  Die besten Collaboration-Tools

Collaborations_Tools"Kaum eine Sache hat die Zusammenarbeit in Unternehmen ähnlich revolutioniert, wie moderne Collaboration-Tools. Sie sparen Zeit und machen Teamarbeit möglich, ohne dass einer der Beteiligten auch nur im selben Land sitzen muss. Einzig eine funktionierende Internetverbindung ist noch von Nöten.", so leitet die Computerwoche einen interessanten Überblick über Collaboration-Tools ein.

Die Übersicht all der Mindmapping-, Workgroup-, Projektmanagement-Programme zeigt, wie vielfältig und komplex die Welt des Arbeits- und Zeitmanagements geworden ist - und wie abhängig von einer schnellen, stabilen und sicheren Netzverbindung.

Auch wenn heute jede Art von Programm als "App" bezeichnet wird, handelt es sich in dieser Übersicht im Wesentlichen um Programme für PC und Notebook,  nicht aber für Smartphones. Deren Leistungsfähigkeit und Bildschirmgröße reicht für komplexe Arbeitsprozesse wohl doch nicht ganz aus.

 

7.  Sicherheit für Smartphones und Internet

Google-SicherheitscenterWer im Internet unterwegs ist und Geschäfte tätigt, kommt an Sicherheitsfragen nicht vorbei. Das gilt mittlerweile auch für Smartphone-Besitzer. Wer sein Smartphone nicht auf ein tragbares Telefon reduzieren will, kommt an Online-Diensten nicht vorbei. Einer der Riesen - und für Besitzer von Android-Handys zentralen -  ist Google. Daher ist es folgerichtig (oder sollte ich schreiben „imagefördernd"?), dass sich Google um entsprechende Schutzangebote bemüht. 

Mit dem Google Sicherheitscenter stellt der Software-Gigant ein umfassendes Portal zum Thema Sicherheit im Netz bereit. Tipps zur Abwehr der zunehmend trickreicheren Kriminalität, zu sozialen Netzwerken und Tipps für Eltern und natürlich zu Google-Produkten sind enthalten.

Allein die Bandbreite der Themen sollte das Bewusstsein dafür schärfen, an wie vielen Stellen im weltweiten Datennetz die persönliche Sicherheit angegriffen werden kann.

8.  Glaubt nichts, was ihr nicht selbst gehackt habt

Abstimmung à la Brit. GeheimdienstNachrichtendienste können das Netz offenbar nicht mehr nur abhören, sondern auch massenhaft beeinflussen, etwa, wenn es um die Ergebnisse von Online-Abstimmungen oder die Informationen in sozialen Netzwerken geht. Auch diese Enthüllung verdanken wir jüngsten Verlautbarungen von Edward Snowdon.

Der britische Nachrichtendienst GCHQ hat Tools entwickelt, mit denen er Inhalte im Internet beeinflussen kann - etwa die Aufrufe einer Website künstlich erhöhen, beliebige E-Mail-Adressen fälschen und sogar Online-Abstimmungen manipulieren. Möglicherweise wird der GCHQ die dazugehörigen Algorithmen demnächst sogar kommerziell weiter vermarkten.

Wie diese Manipulation abläuft und was das für Demokratie und Gesellschaft bedeutet, berichtet die Sendung Breitband von Deutschland Radio Kultur . Sie informiert darüber durch einige Meldungen und ausführlich in einem Podcast: Glaubt nichts, was ihr nicht selbst gehackt habt

 

9.  Buchtipp: „Für immer aufgeräumt - auch digital" - endlich!

Kurz - Digital aufgeräumt„Ordnung ist das halbe Leben" - und das andere halbe suchen viele PC-Benutzer Emails, ein wichtiges Dokument oder Foto. Mit Hilfe des neuen Buches des Aufräumspezialisten Jürgen Kurz lässt sich diese Zeitvergeudung deutlich reduzieren.

Besonders das Kapitel zur Reorganisation des Dateisystems auf PCs ist empfehlenswert: Es bietet eine gut durchdachte Anleitung, endlich Ordnung zu schaffen. Es berücksichtigt auch Teams, die auf gemeinsame Unterlagen in Netzwerklaufwerken schnell und sicher zugreifen wollen.

Jürgen Kurz - Für immer aufgeräumt - auch digital: So meistern Sie E-Mail-Flut und Datenchaos, GABAL, Offenbach, 2014, 19,90 €

Das "auch" im Buchtitel ist allerdings missverständlich, denn das Buch befasst sich überwiegend mit digitalen Objekten. Und das ist gut so, denn zu Papierablage gibt es einige gute Bücher am Markt.

Das Einzige, was diesem Buch fehlt, ist ein Kapitel: Wie räume ich überflüssige Apps auf meinem Smartphone auf?!


10. „Die Rede-Fee" von Reingard Gschaider als eBook

Reingard GschaiderSie wollen wissen, wie Sie eine Präsentation meisterhaft aufbauen? Reingard Gschaider stellt dazu das eBook "Die Rede-Fee" in vier PDF-Dateien kostenlos zur Verfügung. Inhaltlich geht es um die Vorbereitung von Präsentation, Ansprache, Vortrag und Referat. Schritt für Schritt werden die einzelnen Stufen einer Vorbereitung methodisch sauber erläutert.

Sehr originell ist die Darbietung, eingebettet in eine Rahmengeschichte um die Redefee. Entspanntes und verspieltes Lernen und ... Frau Gschaider verspricht, dass die Arbeit mit dieser Lektüre Spaß machen wird.

Demnächst soll eine etwas ausführlichere Version der "Reede-Fee" auch als Buch erscheinen.


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