Rede von Günter Berndtsen auf der Feier "55 Jahre GfA"

Zur Gründung der GfA kam es, weil einige Mitglieder mit den Ansichten Ihres Lehrmeisters Herr Dr. Gustav Großmann nicht mehr einverstanden waren. Die meisten hatten schon vor dem 2. Weltkrieg bei ihm den "Erfolgskurs" beendet. In den 50er Jahren schwappten vor allem vom US-Markt neue Methoden, Erfolgsberichte und Management-Ansichten nach Old-Europe , die vom Altmeister der deutschen Arbeitsmethoden abgelehnt wurden.

Es kam zum Bruch und zur Gründung der Gesellschaft für persönliche Arbeitsmethodik. Man kann also mit gutem Recht heute sagen. Die Gründungsmitglieder waren echte Großmann-Jünger.

Bereits auf der ersten Hauptversammlung 1956 wurden die Ziele der GfA formuliert. Dort heißt es: "Die ureigenste Aufgabe ist darin zu erblicken, den Kontakt untereinander zu pflegen, menschlich und geistig das Beste zu geben sowie eine ideelle und wirtschaftliche Förderung im guten Sinne zu ermöglichen."

Daraus ergab sich, dass gegenseitige Hilfe und Förderung im Mittelpunkt der Arbeit stand. In den größeren Gruppen wurden kleine Arbeitsgruppen gebildet in denen vor allem Pläne beraten oder Schwierigkeiten aus dem Weg der Mitglieder geräumt wurden. Es wurde nach den Fachgebieten Arbeitsmethodik / Technik; Altersvorsorge; Gesundheit; Gruppenarbeit u.s.w . gearbeitet. Diese Titel sind noch heute die Überschriften unserer Beiträge im DAM.

Ich entsinne mich an Abende mit Beratungen über meinen Berufsweg, aber auch an die Vorbereitung meiner USA-Reise. An solchen Beratungen nahmen meist Mitglieder aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten teil um die Probleme von vielen Seiten beleuchten zu können. Diese Treffen brachten für viele Mitglieder greifbare Erfolge, immer nach dem Motto: Gibst Du mir eine Mark und ich gebe Dir eine Mark, so haben wir Beide nur 1 Mark. Gibst Du mir eine Idee und ich gebe Dir eine Idee so haben wir Beide 2 Ideen!

Um nicht bei jedem Problem immer wieder von vorne anfangen zu müssen wurden Standard-Pläne erarbeitet, die für den Preis der Vervielfältigung und des Portos an die Mitglieder abgegeben wurden.
Schon 1955 wurde die Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands geplant. Man versuchte zu solch komplexen Plänen alle Einzelmitglieder und Gruppen zurMitarbeit aufzufordern. Zusammenfassungen gab es vom damaligen GfA - Sekretariat.

Einen großen Wert legten die Mitglieder darauf, dass auch das Edle im Menschen, die Kultur nicht zu kurz kam. Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Mitglieder Dr. Bruno Viedge aus Heidelberg, Heinrich Vögele aus Rastatt, W.A. Hofmann aus Wien oder die Philosophen Karl Berndsen aus Kassel oder Dr. Henn aus Düsseldorf erinnern. Sie vermittelten nicht nur Ethik und Fairness sondern lebten dies auch in Ihren Betrieben vor.

Die "Blätter" waren ein Bindeglied zwischen den Gruppen und den oft weit entlegen wohnenden Einzelmitgliedern. Sie lebten von der Mitarbeit und dem Willen sein Wissen und Können weiterzugeben um anderen Mitgliedern unliebsame Erfahrungen zu ersparen. Die Beiträge waren meist Erfolgs- oder Erfahrungsberichte sowie Hinweise auf Neuheiten und Verkaufsmethoden.

Neben den "Blättern" wurden wertvolle Bücher gesammelt oder gestiftet die kostenlos von einer zentralen Stelle ausgeliehen werden konnten. Sie befassten sich vor allem mit neuen amerikanischen Methoden und Techniken der Arbeitsmethodik. Daneben wurden gute Vorträge, die in den Gruppen gehalten wurden, auf Tonband aufgenommen, die kostenlos an die Gruppen und Einzelmitglieder ausgeliehen wurden. Immer im Sinne von Dr. Großmann: Wer uneigennützig Nutzen bietet - dem wird auch Nutzen geboten.

Besonders hervorgetan haben sich in diesem Zusammenhang einige Mitglieder - ich erinnere nur an Herrn Werner Fuchs in Hamburg, Lothar Seiwert aus Heidelberg und Eckhard Sültemeyer - die aus dem Fundus des GfA - Wissens ihre eigenen Erfolgsmethoden verbreiteten. Sie und viele andere waren an der Erstellung unseres MHB maßgebend beteiligt.
Aber auch das Gesellige durfte schon damals nicht zu kurz kommen. Es gab weihnachtliche, gemeinsame Essen, hin und wieder einen Ausflug (meist mit Firmenbesichtigung). Der obligate „Festvortrag" (wie bei Ihnen heute von den Senioren gehalten) durfte natürlich nie fehlen.

Lassen Sie mich mit einer uralten Erkenntnis schließen:
Eine alte Freundschaft ist wie ein guter, alter Wein ... ein Lebensbalsam, der das Menschenherz erfreut.

Frankfurt am Main, den 26. Juli 2009

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Mitglieder-Statement

  • Dietrich Fauteck

    Ich möchte als Pensionär dazu beitragen, die GfA stark zu machen, insbesondere durch Mitgliederwerbung sowie durch Ausbau des GfA-Netzwerkes mit Wohlfühlklima (Nestwärme).

    Dietrich Fauteck

  • Peter Landherr

    Ich möchte mich permanent persönlich weiterentwickeln und dabei sind mir Methodik und der persönliche Austausch in den GfA Abenden wichtig. Hier kann ich ungezwungen neue Impulse aufnehmen und in der Gruppe meine eigenen Erfahrungen diskutieren.

    Peter Landherr

  • Jürgen Kalweit

    Ich bin bei der GfA, weil mich dort kompetente Referenten zu interessanten Themen immer wieder neu für meine eigene Tätigkeit inspirieren. Das Kennenlernen von Menschen in angenehmer Atmosphäre aus den unterschiedlichsten Arbeitszusammenhängen erlebe ich als sehr wertvoll.

    Jürgen Kalweit

  • Walter Vogts

    GfA - wo sonst noch gibt es so aufregend - viel Anregung zur Lebensgestaltung.

    Walter Vogts

  • Peter D. Zettel

    Bei der GfA bin ich, weil ich hier Offenheit und Interesse an Grundsätzlichem und die Bereitschaft finde, »über den Tellerrand hinaus zu denken«

    Peter D. Zettel

  • Christian Epple

    Ich bin bei der GfA, weil ich in vier Tagen Falkenstein meine "Batterien" für ein Jahr laden kann und mit dem erlernten, praxisnahen Wissen sehr gute berufliche und private Erfolge erziele.

    Christian Epple

  • Frank Neuhaus

    Ich schätze an der GfA, dass dort Themen angeboten werden, die für meinem Arbeitsalltag wirklich nützlich sind und dass das vermittelte Wissen durch die Workshop-Atmosphäre der Gruppen-Abende direkt umsetzbar ist. 

    Frank Neuhaus

  • Jörg Schacht

    Ich schätze sehr den Austausch mit anderen Fachleuten, die sich genau wie ich, mit Arbeitsmethodiken auseinander setzen und die den entsprechenden Weitblick haben.

    Jörg Schacht

  • Jeanette Abuja

    Ich treffe dort viele interessante Köpfe, die sich weiterentwickeln wollen und dazu ihre Expertise austauschen.

    Jeanette Abuja

  • Martin Ciocarelli

    Ich bin GfA-Mitglied geworden, weil sich in der GfA sehr viele interessante, herzliche und interessierte Menschen treffen... , weil die GfA enorm viel Kompetenz versammelt und dadurch ein Ort ist, an dem ich mich fachlich und persönlich weiter entwickeln kann.

    Martin Ciocarelli

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