Deglow

  • Deglow

  • Hardcover: 100 Seiten
  • Verlag: Gesellschaft für Arbeitsmethodik; (2019)
  • Sprache: Deutsch / Englisch
  • ISBN-13: 978-3-9820345-6-0
  • 34,90 Euro

Peter Deglow – Versuch einer Annäherung an den Künstler

„Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“ pflegte Johann Wolfgang von Goethe zu sagen. In der abstrakten Malerei wirkt diese Gegenstandslosigkeit wie ein großes Abenteuer, dessen Entdeckergeist den Betrachter mit in seinen Bann zieht. Vielfältig wirken die Farbtöne in feinen Nuancen und Changieren zwischen Farbkontrasten, die ein werkeigenes Universum erzeugen. Die Intensität des Farbauftrages spielt in diesem Zusammenhang eine größere Rolle und löst sich vom Zwang, Etwas darstellen zu wollen, durch gefühlte Komposition, die entweder seicht oder intensiv auf die Leinwand aufgetragen wird. Peter Deglow‘s Kunst verkörpert in diesem Sinne die Informelle Malerei und den Abstrakten Expressionismus durch berauschende Farben, deren Intentionen Ausdruck intuitiver Prozesse sind. Vielmehr wird die Kreativität aus der eigenen Tiefe geborgen und spielt auf einen Automatismus an, der unter Ausschluss jeder Form der Vernunft, die Ursprünge, das Unbewusste erforscht. Diese spiritistischen oder psychischen Anklänge, sind meditativ betrachtet – reine Versenkung, die sich in der Literatur im automatischen Schreiben oder im ZEN nahen Haiku äußert und in der Malerei im Action Painting Pollocks, in der Farbfeldmalerei Rothkos oder im abstrakten Expressionismus eines Kandinskys. In diesem Zusammenhang entstanden zum Beispiel Jackson Pollocks Bildschöpfungen stets in einem spontanen Prozess, deren Malweise er nach eigenen Aussagen mit den Sandbildern nordamerikanischer indigener Völker verglich. Auch Peter Deglow versetzt sich durch die Beschäftigung mit der Farbe und der Gestaltung in einen meditativen Zustand, deren Aussage innere menschliche Landschaften wiederspiegeln.

Peter Deglow – An Attempt to Approach the Artist

‘Art is a mediator of the ineffable,’ as Johann Wolfgang von Goethe would say. In abstract painting, non-representation appears a great adventure where such spirit of discovery is able to captivate the viewer. The colour tones vary in their subtle nuances, oscillating between contrasts of colour that, together, create the artist’s universe. In this context, the intensity with which the paint has been applied plays a central role and, through emotional composition, is freed from a compulsive desire to express something which is either superficially or intensively applied to the canvas. In this sense, Peter Deglow’s art embodies informal painting and abstract expressionism through intoxicating colours intended to express instinctive processes. Instead, creativity is for more often salvaged from its own depth, alluding to an automatism that explores the origins, the unconscious whilst excluding any form of reason. These spiritualistic or psychological echoes are considered meditatively; pure immersion, expressed in literature through ‚automatic writing‘, as Zen in Haiku, and in art through Pollock’s ‚action painting‘, Rothko’s ‚colour field painting‘, or in Kandinsky’s abstract expressionism. In this context, and by way of example, Jackson Pollock’s pictorial creations were always created spontaneously, a process he himself compared to the sand paintings of North American indigenous communities. Peter Deglow’s fascination with colour and design transports him to a  meditative state. This idea is representative of internal, human landscapes.

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