Gut zu wissen: E-Mail Marketing für Startups. Teil 1

Für Startups und junge Unternehmen ist die Kundengewinnung ein besonders wichtiger Faktor des Online Marketing-Konzepts. Selbst wenn noch so großes wirtschaftliches Potenzial gegeben ist, verfügen jene in der Regel (noch) nicht über einen ausreichenden Kundenstamm, der das Auskommen der Firma langfristig trägt. Da heute sowohl B2C als auch B2B längst die meisten geschäftlichen Angelegenheiten – seien es Abschlüsse, Beziehungspflege oder eben auch die Neukundengewinnung – über das Web stattfinden und die Bereitstellung entsprechender Optionen bereits seit geraumer Zeit Teil der Erwartungshaltung (potenzieller) Kunden ist, müssen diese praktisch zwangläufig berücksichtigt werden..
E-Mail Marketing zählt unter den digitalen Marketing-Strategien zu einem wahren Urgestein. Dennoch haben entsprechende Techniken bis heute eine große Kraft – nicht zuletzt, weil sie bei den Empfängern als etabliert gelten und natürlich über die Jahre stetig weiterentwickelt wurden. Tatsächlich ist der Return on Investment (ROI) mit durchschnittlich 44 US-Dollar Gewinn pro investiertem Dollar (Quelle: Campaign Monitor) im Allgemeinen der höchste aller Online Marketing-Aktivitäten.
Spezifische E-Mail Marketing-Kampagnen vermögen es, nicht nur zu informieren, sondern zudem aktiv eine Brand weiterzuentwickeln – den jeweiligen Expertenstatus in den Augen (potenzieller) Kunden auszubauen, direkte Abschlüsse zu forcieren und/oder Interessenten zu überzeugen bzw. für weitere Ebenen der geschäftlichen Beziehung vorzubereiten sowie dabei immer auch die langfristige Bindung zum Unternehmen zu begünstigen. Wie zu erwarten, ist es unmöglich, hier eine allgemeingültige Formel zum Erreichen dieser sowie weiterer Vorzüge zu beschreiben.

Als Förderer der Effizienz sowie Effektivität im Umgang mit den eigenen Energien und Mitteln kann Ihnen die Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V. (GfA e.V.) jedoch sehr wohl aufzeigen, worauf Sie bei E-Mail Marketing-Aktivitäten als Startup bzw. junges Unternehmen unbedingt achten sollten.

Was ist E-Mail Marketing?

E-Mail Marketing-Kampagnen sind Teil des Online Marketings und zählen genauer zum sogenannten Direkt-Marketing, bei dem mögliche Kunden unmittelbar (und zum Teil persönlich) angesprochen werden. Im Regelfall zielen solche Maßnahmen darauf ab, die Beziehung zu bestehende Kontakten über das Medium E-Mail und mit spezifischen Strategien zu festigt bzw. weiterzuentwickeln und dadurch letztendlich den Absatz anzukurbeln.

Was müssen Startups bei E-Mail Marketing-Kampagnen besonders beachten?

Abgesehen von der Gestaltung und dem jeweiligen Content von E-Mail Marketing-Kampagnen – die natürlich von Branche zu Branche bzw. Geschäftsausrichtung zu Geschäftsausrichtung unterschiedlich ausfallen – gibt es diverse mehr oder weniger allgemeine Voraussetzungen, die Startups und junge Unternehmen an der Basis unbedingt berücksichtigen müssen. Die wichtigsten finden Sie im Folgenden.

Die Wahl des richtigen E-Mail-Dienstleisters bzw. Marketing-Tools

Am Anfang jeder umfangreicheren E-Mail Marketing-Aktivität steht die Auswahl des passenden E-Mail-Dienstleisters (E-Mail Service Provider – ESP). Obwohl diese zu einem gewissen Teil auch von der jeweiligen E-Mail Marketing-Strategie abhängt, wird die Eruierung des ESPs – da es sich um die technische Basis handelt – hier vorangestellt.
Sie haben wahrscheinlich schon von Unternehmen, wie MailChimp, CleverReach oder Newsletter2Go, gehört. Hierbei handelt es sich um einige der Big Player unter den ESP, es gibt aber noch zig weitere Optionen im Web. Bei Ihrer ESP-Recherche sollten Sie folgende Punkte unbedingt im Auge behalten.

  • DSGVO: Achten Sie auf DSGVO-Konformität – nicht nur bei der Wahl des richtigen Tools, sondern auch bei sämtlichen weiteren E-Mail Marketing-Aktivitäten. Sie sollten bei Ihrem ESP immer die Möglichkeit haben, sich die Einwilligung zur Übermittlung entsprechender Kampagnen von Ihren (potenziellen) Kunden einzuholen. Das sogenannte Double-Opt-In, bei dem zum Beispiel die Anmeldung zu einem Newsletter erst nach einer aktiven Bestätigung durch das Anklicken eines per E-Mail versendeten Links abgeschlossen ist, sollte unbedingt gegeben sein. Darüber hinaus gibt es einige weitere rechtliche Feinheiten zu beachten, die hier aber nicht genauer behandelt werden können.
  • Kostenlose Nutzung: Viele E-Mail Marketing-Tools bieten einen Gratisversand bis zu einer gewissen Anzahl an monatlichen Mails und andere Vergünstigungen für kleinere Unternehmen. Indem Sie hier genau abwägen, können Sie am Anfang viel Geld sparen – und natürlich erhalten Sie ebenfalls die Gelegenheit, die Plattform erst einmal ohne Risiko zu testen.
  • Die potenzielle Anzahl der Kontakte: Wenn Ihr Startup auf eine kleine Nische ausgerichtet ist, erwarten Sie möglicherweise keine große E-Mail Marketing-Kontaktliste. Beschäftigen Sie sich zum Beispiel mit App-Entwicklung oder vertreiben Mode, kann das allerdings schon anders aussehen. Schätzen Sie Ihre zukünftigen Kontakte bzw. Abonnenten so gut es geht ab, denn die Preise entsprechender Tools richten sich stark danach, wie viele Adressaten beliefert werden müssen.
  • Die Strategie: Neben der Anzahl der Kontakte basieren die Kosten von ESP-Paketen oft wesentlich auf der Menge der zu versendenden E-Mails bzw. der Strategie dahinter. Planen Sie, einen monatlichen Newsletter zu versenden? Oder möchten Sie vielleicht intensive Lead-Generierung betreiben? Richten Sie die Wahl des E-Mail Tools auch gemäß der zu verfolgenden Strategie aus.
  • Vorlagen und Design-Möglichkeiten: Einige ESPs bieten umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten als andere. Schauen Sie, dass Sie Ihre eigene Marke mit dem gewählten Tool bestmöglich darstellen können.
  • Automatisierung: Das Vorhandensein von spezifischen Automatisierungs-Werkzeugen, die zum Beispiel Neuanmeldungen zum Newsletter ohne weiteres Zutun organisieren, ist natürlich ein Must-have!
  • Segmentierungs-Optionen: Ebenso sollte das Tool umfassende Möglichkeiten zur Zielgruppeneinteilung mitbringen, damit Sie Ihre Kampagnen auch (zunehmend) personalisiert vollziehen können.
  • Controlling/Reporting: Bestenfalls besitzt Ihr E-Mail Marketing-Werkzeug eine Controlling-Funktion mit zentralen Statistiken, wie Delivery, Open und Click Rates. Im fortgeschrittenen Stadium sind mitunter weitere Kennzahlen, unter anderem die Conversion Rate, notwendig.
  • Kompatibilität: Wenn Sie andere Tools, wie Organisations- oder spezifische Zahlungsanwendungen nutzen, stellen Sie sicher, dass Ihr ESP mit diesen kompatibel ist.
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