Gut zu wissen: Der Podcast als Instrument des Online Marketings, Teil 1

Gut zu wissen: Der Podcast als Instrument des Online Marketings, Teil 1

Studien lassen keinen Zweifel und die Online-Marketing-Welt ist sich in dieser Sache erstaunlich einig: Podcasts und generell Audioformate sehen einer großen Zukunft in der strategischen Kundengewinnung und –bindung entgegen. So hat laut einer Erhebung von Bitkom bereits im Jahr 2016 satte 14 Prozent der deutschen Bevölkerung regelmäßig Podcasts in Anspruch genommen. Zwei Jahre später waren es bereits 22 Prozent – Tendenz klar steigend. Zudem werden Podcasts schon seit Längerem in einem Gros der wichtigsten Marketing-Trend-Prognosen führender Experten erwähnt.

Das Potenzial von Podcasts scheint gewaltig: Mittlerweile bilden rund 20 Millionen markenaffine, kaufkräftige und qualitätsbewusste Podcast-Hörer aller Altersklassen einen Markt, den es als Marketing-Treibender unbedingt zu berücksichtigen gilt. Insbesondere in Nischenbereichen bzw. in Geschäftsfeldern, die nicht unbedingt mit Podcasts in Verbindung gebracht werden, bieten sich enorme Alleinstellungschancen und damit erhebliche Wettbewerbsvorteile. Des Weiteren profitieren Unternehmen von einer erhöhten Reichweite sowie der Möglichkeiten, Ihren Expertenstatus im Netz auszubauen, Werbung zu schalten und nicht zuletzt SEO zu betreiben. Was das genau bedeutet, welche Vorteile Podcasts als Marketing-Instrument noch für Sie bereithalten und mehr, lesen Sie in diesem neuen Beitrag der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V.

Was ist ein Podcast? 

Der Ausdruck „Podcast“ rührt aus einer Zusammensetzung der Silben „Pod“ von „iPod“ und „Cast“ von „Broadcast“. Ein Podcast ist ein Medium im Audio- oder auch Videoformat, welches in erster Linie als Informationsträger und/oder zu Unterhaltungszwecken dient. Entsprechende Formate werden über einen Feed – in aller Regel RSS (Rich Site Summary bzw. Really Simple Syndication) – verbreitet, sind aber auch einfach bei den jeweiligen Hostern zum Beispiel über die jeweilige App oder einen Browser zugänglich. Im Kontext von Feeds werden die Inhalte in maschinenlesbarer Form bereitgestellt, womit Rezipienten diese mit speziellen Programmen – Feed Readern oder Aggregatoren – abonnieren können. Spezielle Feed Reader für Podcasts, sogenannte Podcasting Clients oder Podcatcher, erlauben unter anderem auch den automatischen Download der abonnierten Podcast-Feeds. Populäre Podcasting Clients sind iTunes, Spotify, Miro und gPodder. Moderne mobile Devices haben normalerweise immer einen solchen Feed Reader vorinstalliert.

Welche Vorteile bieten Podcasts Hörern bzw. Ihren (potenziellen) Kunden – warum sind Podcasts so beliebt? 

Die Vorzüge für Hörer sind ganz klar: Jene können sich ihre Lieblings-Podcasts immer und überall anhören. Dafür wird nichts weiter benötigt als ein Smartphone oder ein Tablet und im Idealfall ein Paar Kopfhörer. Passende Apps zum Hören oder Schauen von Podcasts sind heutzutage bei vielen Mobilgeräten bereits vorinstalliert und die Handhabung gestaltet sich kinderleicht. Auf Wunsch werden Interessenten sogar regelmäßig über Neuerscheinungen informiert. Zudem ist eine einmal veröffentlichte Podcast-Episode immer wieder abrufbar. Das bedeutet Unterhaltung, Wissensvermittlung etc. on Demand! Und inzwischen sind den Themen dabei praktisch keine Grenzen gesetzt.

Welche Vorteile Podcasts als Marketing-Instrument verschaffen können? 

Einige zentrale Vorteile von Podcasts für Marketing-Treibende wurden eingangs bereits angedeutet. Diese möchten wir nachfolgend genauer erläutern und zudem durch zusätzliche Faktoren erweitern. Die einzelnen Aspekte bauen praktisch aufeinander auf. Unternehmen profitieren insbesondere von:

  • Brand Building/Markenausbau: Mittels der regelmäßigen Ausspielung von Podcasts stärken Sie Ihre Brand. Sie machen Ihre Marke bekannter und können unter anderem durch ein persönliches Auftreten im Podcast die Identifikation mit dieser stärken, was die Entstehung von langfristigen Kundenbeziehungen begünstigt. 
  • Kundenbindung stärken: Die Bindung Ihrer Kunden wird mit dem zuvor genannte Brand Building bereits gestärkt. Zudem können Sie über Podcasts eine Art Support – zum Beispiel in Form der Ausspielung weiterführender Nutzungsinformationen zu Ihren Waren oder Dienstleistungen – bereitstellen. Damit erfährt die Bindung zwischen Ihnen und Ihren Kunden unter anderem insofern eine Festigung, dass jene bestärkt werden, mit der Inanspruchnahme Ihrer Leistungen offensichtlich die richtige Wahl getroffen zu haben. 
  • Expertenstatus etablieren: Regelmäßige stark mehrwerthaltige Podcasts vermitteln Ihren (potenziellen) Kunden, dass Sie Experte Ihres Fachgebiets und zudem – unter anderem aufgrund der Verwendung des Mediums Podcast – Innovator sind. 
  • Content Marketing: Podcasts sind als Instrument des Online Marketings immer Content. Als Unternehmen vermitteln Sie hier in der Regel (oder bestenfalls) Informationen, die Ihren (potenziellen) Kunden bei der Lösung eines Problems oder Bedürfnisses weiterhelfen. Denn genau nach solchen Fakten suchen heute die meisten Internetnutzer. Schaffen Sie es, sich hier deutlich von der Konkurrenz abzusetzen, werden Ihre Chancen auf Abschlüsse enorm erhöht. 
  • Werbung schalten: Podcasts bieten die Möglichkeit, gezielt Werbung zu einzelnen Produkten unterzubringen. Diese sollte jedoch im Sinne des Content Marketings unbedingt mit stark mehrwerthaltigen Informationen verbunden werden. 
  • Neukunden gewinnen: Insbesondere über das Brand Building, den Ausbau des Expertenstatus und Content Marketing per Podcast wird Ihnen ein signifikant erhöhtes Potenzial zuteil, neue Kunden zu überzeugen. 
  • SEO: Für die Suchenden wirklich nützlicher Content wird von den großen Suchmaschinen in deren Rankings immer bevorzugt behandelt. Schaffen Sie es also, in Ihren Podcasts Ihre (potenziellen) Kunden durch Einzigartigkeit und Mehrwert zu überzeugen, wird eine gute Position im Ranking von Google und Co. begünstigt. Des Weiteren flachen Podcasts Barrieren für Menschen mit Seheinschränkungen ab – und das lieben Suchmaschinen besonders, wodurch erneut SEO-Potenzial entsteht. 

 

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