Gut zu Wissen: Influencer Marketing, Teil 1

„Influencer Marketing“, verdeutscht „Meinungsmacher-Marketing“, ist eines der zentralen Online-Marketing-Schlüsselwörter der vergangenen Jahre. Optimal ausgerichtete Influencer-Maßnahmen erzielen Wirkung auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Über die Jahre wurde die Disziplin immer weiter differenziert – es haben sich unterschiedliche Richtungen herauskristallisiert, die sich mehr oder weniger etablieren konnten. Dennoch liegen (bisher) in zahlreichen Branchen kaum Berührungspunkte mit dieser speziellen Marketing-Form vor. Hinsichtlich der vielen Studien, Marktanalyse und Fallbeispiele aus der Praxis, welche die Kraft von Meinungsmachern eindeutig belegen, wundert dies doch stark.

Oft wird Meinungsmacher-Marketing als ausschließlich für große Konzerne oder spezifische B2C-Branchen relevant angesehen. KMU und Startups können niemals das volle Potenzial abrufen. Das ist jedoch faktisch eine Fehleinschätzung, denn selbst kleinste Nischenunternehmen haben bei einer richtigen Herangehensweise die Chance, immens zu profitieren. Selbstverständlich ist es der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V. an dieser Stelle nicht möglich, Ihnen im Detail darzulegen, wie Sie Meinungsmacher in Ihrem Unternehmenskontext effektiv einsetzen. Wohl aber können und wollen wir Ihnen verdeutlichen, warum Sie entsprechende Maßnahmen in Erwägung ziehen sollten.

Was ist Influencer Marketing?

Beim Meinungsmacher-Marketing setzen Unternehmen gezielt Personen ein, um den Absatz ihrer Produkte oder Dienstleistungen bzw. die gesamten Brands (bestenfalls) effektiv zu stärken. In der Regel geschieht das mithilfe von Persönlichkeiten, welche die jeweiligen (potenziellen) Kunden als vertrauenswürdig erachten. Diese Meinungsmacher oder Fürsprecher empfehlen die Leistungen der Firma und letztendlich die Marke auf Basis einer zuvor festgelegten Strategie weiter. Als Kernziel liegen im Regelfall die Ankurbelung der Kundengewinnung wie auch der –Bindung zugrunde.

Derartige Empfehlungen werden beispielsweise durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf Business-Veranstaltungen verschiedenster Art, in Fachzeitschriften oder innerhalb der gegebenenfalls vom Unternehmen produzierten Printmedien ausgespielt. Modernes Meinungsmacher-Marketing bedient sich allerdings vornehmlich einschlägiger digitaler Kanäle, wie Blogs, Facebook, Instagram, Pinterest usw. Welche Channels hier zum Einsatz kommen, hängt maßgeblich von der jeweiligen Zielgruppe und deren Vorlieben bei der Informationsbeschaffung im Web ab.

Warum ist Meinungsmacher-Marketing generell sehr attraktiv für Unternehmen?

In den vergangenen gut 20 Jahren hat die Werbeflut in Print, TV und allem voran im Internet enorme Ausmaße angenommen. Demzufolge kann schon seit geraumer Zeit eine zunehmende Werbeblindheit unter Mediennutzern verzeichnet werden. Heute reagiert de facto kaum noch jemand auf einst vielversprechende mehr oder weniger plumpe Promotionen. Zudem steigen die Nutzerzahlen von Adblockern, bezahlten Video-on-Demand-Diensten und anderen Lösungen, mit denen Werbung vollkommen oder zumindest großteilig umgangen werden kann, stetig.

Meinungsmacher-Marketing bietet Unternehmen diesbezüglich in der Tat klare Vorteile gegenüber herkömmlichen Promotionsarten. Denn die dort eingesetzten Persönlichkeiten werden (optimalerweise) nicht als Übermittler von Werbung gesehen, sondern (je nach Marketing-Kontext) als authentische, ehrliche Tester, Experten etc. und sind damit schlussendlich überaus glaubwürdig. Weiter verstärkt wird dieser Effekt, wenn Meinungsmacher (potenzielle) Abnehmer genau an dem Punkt ihrer Customer Journey erreichen, an dem die übermittelten Informationen benötigt werden – und das zusätzlich noch über die jeweils favorisierten Channels geschieht. Fürsprecher können sogar das Community Building vorantreiben, was die Chancen auf langfristige Geschäftsbeziehungen erheblich steigert. Diesen Fakten zufolge ist Meinungsmacher-Marketing zweifelsohne für alle Unternehmen interessant.

Soviel für heute. Ich hoffe es hat Ihnen gefallen. Liken und teilen Sie unseren Podcast in den Social Media. Das Thema  Influencer Marketing  wird in der nächsten Folge fortgesetzt.  Ich freue mich auf Sie.

Welche Nachteile können mit Influencer-Maßnahmen einhergehen?

Neben den zuvor genannten Vorzügen bzw. der in vielen Fällen gegebenen Notwendigkeit einer Berücksichtigung von Meinungsmachern im Marketing liegen tatsächlich zahlreiche weitere Argumente für derartige Maßnahmen vor. Wie im Marketing gewohnt gibt es aber auch einige Nachteile, die Ihnen die GfA e.V. natürlich nicht vorenthalten möchte. Einige der zentralen Gegenargumente sind folgende:

  • Meinungsmacher und übermittelte Inhalte müssen optimal zur Zielgruppe ausgewählt werden. Engagieren Sie eine unpassende Persönlichkeit, kann diese Ihre Botschaften nicht effektiv vermitteln. Resultate können hohe Streuverluste, ins Leere laufende Maßnahmen und sogar ein Gesichtsverlust gegenüber Ihren (potenziellen) Kunden sein.
  • Die Kooperation mit Meinungsmachern kann Ihrem Unternehmen stark schaden, wenn sie negativ verläuft und sich die engagierte Persönlichkeit gegenüber seiner vielleicht großen Community gegen Sie wendet.
  • Meinungsmacher zu gewinnen, kann teuer werden. Da die Marketing-Form großes Potenzial hat, verlangen gefragte Fürsprecher in manchen Branchen bereits enorme Summen.
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