Gut zu Wissen: Instagram als Marketing Instrument, Teil 1

Instagram ist eine Erfolgsgeschichte. Die Fotoplattform wurde 2010 gegründet und zwei Jahre später von Facebook übernommen. Der neue Mutterkonzern schuf viele Anknüpfungspunkte für beide Angebote. Dies zahlte sich aus: Schon 2015 zählte Instagram weltweit 500 Millionen aktive Nutzer – neun Millionen waren es allein in Deutschland. Ende 2018 meldete Instagram mehr als 800 Millionen User, die regelmäßig das Angebot nutzen. Zwischen 2014 und 2018 stieg die auf der Plattform verbrachte Zeit jedes Jahr um 80 Prozent an. Inzwischen kommen fast 100 Millionen Bilder täglich hinzu.

In Anbetracht dieser Zahlen überrascht eine Tatsache: Instagram wird bis heute nicht umfangreich für das Online-Marketing genutzt. Es ist zwar deutlich mehr als noch vor einigen Jahren geworden. Beispielsweise hat die GfA e.V. ebenfalls ein eigenes Konto. Insgesamt ist die Werbetätigkeit mit anderen Social Media-Plattformen jedoch gering. Dies gilt für Unternehmen aller Branchen, vom Startup bis zum Großkonzern. Hierfür gibt es Gründe, aber auch Lösungen. Denn eigentlich bietet Instagram so große Chancen, dass es in keiner Online-Marketing-Strategie fehlen sollte.

Instagram und die Probleme für das Online-Marketing 

Instagram ist eines der ersten sozialen Netzwerke, die speziell für Mobilgeräte konzipiert wurde. Die App lässt bis heute nur eingeschränkt auf dem Computer nutzen. Echte Werbemöglichkeiten waren anfangs nicht vorgesehen. Auch dies ist zumindest auf den ersten Blick bis in die Gegenwart kaum anders. Dies hatte zwei Folgen:

  1. Es waren und sind vor allem junge Leute, die Instagram nutzen. 90 Prozent der User sind unter 35 Jahren. Satte 60,4 Prozent sind zwischen 18 und 24 Jahren. Die Geschlechter halten sich dagegen in etwa die Waage.
  2.  Es mangelte lange an Konzepten, um auf Instagram zu werben. 2015 wurde zwar für Unternehmen die Möglichkeit eingeführt, Anzeigen zu schalten. Diese tauchen im Feed als gesponsorte Beiträge auf. Doch gibt es strikte Vorgaben für Bilder und Videos. Texte dürfen zudem mit Hashtags maximal 125 Zeichen haben. Der Bewegungsspielraum dieser Ads ist deshalb stark eingeschränkt – in der Folge gilt dies auch für ihre Effizienz.

Die technischen Grundlagen von Instagram 

Bevor wir uns den Lösungen für die Probleme des Online-Marketings auf Instagram widmen, ist es unverzichtbar, einige technische Grundlagen zu klären:

  1. Es handelt sich nach wie vor in der Hauptsache um eine Fotoplattform. Dies bedeutet, dass Posts aus Bildern bestehen, die mit Texten beschrieben werden. Andere Nutzer können die Posts „liken“, teilen und kommentieren.
  2. Die Einbindung von Videos ist allerdings ebenfalls möglich – und für das Online-Marketing absolut empfehlenswert. Schon 2015 erreichten Videos drei Mal so viele Klicks wie Bilder.
  3. 3. Seit 2016 können Nutzer auch Storys erstellen. Dabei handelt es sich um Slide-Shows. Hier können Nutzer sowohl Bilder wie auch Videos oder Texte posten.
  4. Inhalte werden nach sogenannten Hashtags kategorisiert und können über diese gesucht werden. Sie können einen Instagram-Post beispielsweise mit # GfA e.V. oder # Startups bezeichnen. Wer von möglichst vielen Leuten gefunden werden möchte, muss deshalb Hashtags finden, die vielfach genutzt werden.
  5. Pro Posting können bis zu 30 Hashtags gesetzt werden. Davon sollten Sie allerdings nicht einmal im Ansatz Gebrauch machen, weil dies optisch katastrophal wirkt. Die meisten Nutzer lehnen dies deshalb ab. Ihre tatsächlich eingesetzten Hashtags sollten daher so relevant wie möglich sein.

Online-Marketing auf Instagram: die zwei gängigen Ansätze 

Sie können einerseits die bereits erwähnten Werbeanzeigen auf Instagram schalten, um hier Online-Marketing zu betreiben. Diese sind zwar kostenpflichtig, aber vergleichbar günstig. Das Mindesttagesbudget beträgt fünf Euro. Sie können diese Anzeigen mit bestimmten Schlagwörtern verknüpfen, um sicherzustellen, dass sie ausgespielt werden, wenn Nutzer nach den jeweiligen Hashtags suchen. Ansonsten tauchen die Anzeigen in den Feeds der Benutzer auf, deren Interessen mit Ihren Angeboten zusammenzupassen scheinen.

Anderseits ist es ebenfalls möglich, dass Sie für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen eine eigene Seite einrichten, über die Sie werben. Interessenten können Ihnen hier folgen. Für den dauerhaften Erfolg ist dieser Schritt unverzichtbar. Sie sollten dabei eine eigene „Buyer Persönlichkeit“ entwickeln. Dies bedeutet, dass Sie sich Ihre Instagram-Präsenz als fiktiven Menschen vorstellen, der ein Querschnitt Ihrer Zielgruppe ist. Dies bedeutet, er postet Bilder und Videos, die Ihre Zielgruppe interessant findet und auch emotional anspricht. Sie schaffen so eine Verbindung und animieren Ihre Nutzer dazu, möglichst häufig zu „liken“. Je öfter dies passiert, desto prominenter werden Ihre Posts in den Feeds Ihrer Follower angezeigt.

Sie sollten zudem versuchen, ein eigenes Hashtag auszuprägen, das unverwechselbar Ihnen zugeordnet und so zu Ihrem Markenzeichen wird. Als Beispiel: # RedBull verleiht Flügel können Sie gedanklich sofort einer Getränkemarke zuweisen. Hierfür benötigen Sie allerdings Geduld. Dieser Prozess kann Monate und teilweise Jahre in Anspruch nehmen. Zudem sollten Sie regelmäßig kontrollieren, ob der Ansatz Früchte trägt oder beispielsweise zu  negativen Assoziationen geführt hat.

 

Fortsetzung folgt.

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