Gut zu Wissen: Online Marketing für Startups und Beginner. Twitter als Instrument des Online Marketings, Teil 2

Ihre Twitter-Strategie: So machen Sie Ihre Marke mit Twitter sichtbar

1. Erwartungen und Ziele definieren

Bevor es losgeht und Sie Ihre Strategie entwickeln, sollten Sie Ihre Erwartungen definieren und genau überlegen, was Sie mit Ihrem Twitter-Account erreichen möchten. So werden Social-Media-Strategien für Unternehmen und Startups recht unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob sie im B2B- oder B2C-Bereich unterwegs sind. Machen Sie sich Gedanken, welche Ihrer Zielgruppen Sie über Twitter erreichen können. Nur so können Sie Ihre Inhalte entsprechend anpassen. Möchten Sie neue Kunden gewinnen und Kontakte mit bestehenden Kunden vertiefen? Ist Twitter für Sie neuer Informationskanal zum Teilen von Presseinformationen und Produktneuheiten? Oder geht es um die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

2. Der beste Content-Mix
Wie auf jeder Social-Media-Plattform sind auch auf Twitter exklusive Inhalte wichtig, die Ihren Followern Mehrwerte bieten. Das können besondere Serviceangebote, Rabattcodes oder Gewinnspiele, aber auch einfach ausgewählte Einblicke, Previews und Informationen sein. 

Natürlich können Sie auf Twitter ihren eigenen Unternehmensblog bewerben und die Links zu neuen Blogartikeln teilen. Wichtig ist dabei aber, dass Sie nicht auf all Ihren Social-Media-Kanälen die exakt gleichen Themen spielen: „Linkschleudern“, wie eben solche Accounts abfällig genannt werden, die immer nur Links zu anderen Webseiten und Plattformen teilen, sind auf Twitter unbeliebt. Lernen Sie Twitter und Ihre Follower daher gut kennen und passen Sie Ihre Postings entsprechend an.

Mischen Sie unternehmenseigene Neuigkeiten mit externen, relevanten Informationen anderer Blogs oder Webseiten, die Bezug haben zu Ihrer Branche oder Ihrem Unternehmenskontext. Greifen Sie aktuelle Themen und Trends auf, kommentieren und bewerten Sie diese. Insbesondere die Retweet-Funktion von Twitter eignet sich hervorragend, um auch externe Inhalte in Ihrem Feed zu kuratieren. 

Wenn Sie Ihren Twitter-Kanal neu aufbauen, suchen Sie sich gleich zu Beginn spannende Twitter-Accounts aus Ihrem beruflichen und thematischen Kontext, denen Sie folgen möchten. Sicherlich werden hier einige dabei sein, die auch bei Ihrem Kanal auf „Folgen“ klicken. So bauen Sie sich nach und nach Ihr eigenes Netzwerk auf und bekommen spannende Inhalte direkt in die eigene Timeline gespielt, die Sie dann mit nur einem Klick teilen oder kommentieren können. So lässt sich der eigene Account mit wenig Mühe auch mit anderen Inhalten bespielen, die für Ihre Zielgruppe interessant sind. 

Das Kommentieren anderer Inhalte oder das Antworten auf andere Tweets ist der beste Weg, um einen Dialog zu starten. Social Media ist ein Geben und Nehmen: Wenn Sie auf Best Practices in Ihrer Branche oder Ihrem Geschäftskontext aufmerksam machen und auch mal Lob verteilen, werden Sie mit Sicherheit auch irgendwann Aufmerksamkeiten zurückerhalten. 

Geben Sie Ihrer Marke ein Gesicht, indem Sie auf Ihrem Kanal auch persönliche Inhalte teilen und diesen eine menschliche Note verleihen. Haben Sie Spaß, dann haben auch die Follower ihre Freude! Humor kommt auf Twitter immer gut an (solange er niemanden beleidigt, diffamiert oder ausgrenzt), ebenso wie ein legerer und lockerer Ton. 

Den idealen Content Mix erzielen Sie, wenn Sie eigene Informationen und Neuigkeiten mit persönlichen, menschlichen Inhalten und interessanten externen Inhalten mischen. Achten Sie auf ein ausgeglichenes Verhältnis, zum Beispiel: auf drei externe und geteilte Inhalte, kommen drei eigene oder persönliche. Ein Redaktionsplan hilft beim regelmäßigen Posten, kostenlose Tools wie Hootsuite oder Buffer helfen bei der Planung.

3. Das richtige Timing

Twitter lebt von Schnelligkeit und Aktualität, entsprechend wichtig sind beide Faktoren beim Bespielen des eigenen Accounts. Die meisten Follower lesen Ihren Tweet in den ersten fünf Minuten nach Veröffentlichung, danach gehen die Inhalte schnell unter (Sie erinnern sich: 6.000 Tweets pro Sekunde!). Teilen Sie Beiträge dann, wenn Ihre Zielgruppe online ist – diese Zeiten können Erfahrungswerte sein, lassen sich mit entsprechenden Monitoring-Tools aber auch auswerten. 

Wenn Sie auf aktuelle Themen und Trends reagieren möchten, sollten keine zu langen Vorlaufzeiten und Abstimmungsschleifen zwischen Anlass und Post liegen. Und auch danach erwarten Ihre Follower schnelle Reaktionen und Antwortzeiten, wenn sie mit Ihnen interagieren. 

Ein Tweet ist in wenigen Sekunden geschrieben und gesendet. Auf Twitter ist nicht die Inszenierung wichtig, wie auf vielen anderen Social-Media-Plattformen. Spontane Kurzbotschaften oder Reaktionen müssen nicht immer perfekt sein (auch wenn man trotzdem auf gute Rechtschreibung und Grammatik achten sollte).

4. Dialog mit Ihren Kunden

Sein volles Potential entfaltet Twitter in der schnellen Kommunikation mit Kunden und Followern. Also: Starten Sie eine Diskussion, stellen Sie Fragen, regen Sie aktiv zum Dialog an. Gerade am Anfang ist das natürlich nicht einfach, wenn man noch wenige Follower hat. Jeder Social-Media-Beauftragte kennt das frustrierende Gefühl, schon wieder keinerlei Reaktionen auf einen Interaktionsversuch erhalten zu haben. Seien Sie daher geduldig. 

Besonders am Anfang ist es daher wichtig, dass man selbst aktiv ist: Verteilen Sie Likes, kommentieren und teilen Sie Inhalte und folgen Sie anderen Accounts. Nach und nach steigt dann auch Ihre Interaktionsrate und Follower-Anzahl. 

Ideal eignet sich Twitter auch als schneller Servicekanal, auf dem Sie Ihren Kunden Support anbieten. Wie das funktioniert, können Sie sich bei großen Telekommunikations- und Transportkonzernen abschauen. Auch hier ist eine schnelle Reaktionszeit natürlich ausschlaggebend.

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