Gut zu wissen: Pinterest als Instrument im Online Marketing für Startups

Besonders für Startups stellt sich oftmals die Frage, welche Plattform am besten zum Unternehmen passt und an welcher Stelle mit nur wenig Budget viel erreicht werden kann. Wir, die Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V., haben Ihnen in unseren Artikeln bereits hilfreiche Insights in namhafte Netzwerke wie beispielsweise Facebook oder YouTube gegeben. Doch neben den bekannten Plattformen darf im Social Media Marketing ein Instrument nicht vergessen werden – Pinterest. 

Pinterest wurde 2010 gegründet und profitiert seither von steigenden Nutzerzahlen. Mit einem Marktanteil von 10,46 % weltweit ist das Unternehmen mittlerweile die dritterfolgreichste Social Media Plattform (Quelle: Statista, 2020). Für viele Werbetreibende ist sie jedoch immer noch ein Geheimtipp. Daher möchte die GfA e.V. in diesem Beitrag eine Einführung in die vielversprechende Plattform geben und die Vorteile der Nutzung im Online Marketing aufzeigen. 

 

Pinterest als visuelle Ideensammlung

Der Name Pinterest setzt sich aus „pin“ und „interest“ zusammen und lässt somit bereits auf die Mission des Unternehmens schließen: Pinterest sieht sich selbst als Schaufenster für Ideen, das die Nutzer bei der Umsetzung eigener kleiner sowie großer Projekte unterstützt. Besonders beliebte Kategorien sind Food, Beauty, DIY, Fashion, Travel und Parenting. Aber auch andere Themen werden bei Pinterest gerne gesehen und verbreitet. Nutzer des Netzwerks pinnen interessante Inhalte aus dem Netz auf ihre eigene Pinnwand und sammeln so relevante Inhalte an einem Ort. Pins werden auf thematischen Pinnwänden organisiert und können jederzeit ganz einfach wiedergefunden werden. Anders als bei alternativen Plattformen steht dabei nicht der Austausch zwischen Nutzern und das Folgen von Usern im Vordergrund, sondern vielmehr die Bündelung von Ideen. Aufgrund der einfachen Handhabung und der visuell ansprechenden Gestaltung gewinnt Pinterest immer mehr an Relevanz und kann daher ein wichtiger Traffic-Lieferant sein. 

 

Wie genau funktioniert Pinterest? 

Haben Sie sich beispielsweise durch die Beratung der GfA e.V. dazu entschieden, im Online Marketing tätig zu sein und Pinterest als geeigneten Kanal identifiziert, dann steht dem Start nichts mehr im Weg. Die Anmeldung bei Pinterest ist kostenfrei und schnell durchführbar. Für Startups und größere Unternehmen empfiehlt es sich, ein Business-Profil anzulegen, welches die Möglichkeit bietet, das Analyse-Tool zu nutzen. Zu Beginn der Anmeldung werden Sie als User durch einen Fragenkatalog von Pinterest geführt. Dieser dient dazu, Ihre Interessen einzugrenzen und den Startfeed für Sie sinnvoll zu füllen. Neben Beiträgen von gefolgten Profilen werden im Startfeed nämlich auch für Sie relevante Inhalte von anderen Usern angezeigt. Durch die Nutzung und Interaktion mit der Plattform lernt der Algorithmus sehr schnell, für welche Themen Sie sich interessieren und reichert die Startseite so mit immer mehr interessanten Beiträgen an.
Pins werden dabei entweder durch den Nutzer selbst oder durch Sie als Unternehmen generiert. Durch den Nutzer erstelle Pins stammen aus dem Internet, beispielsweise wenn Sie einen Artikel der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V. mit dem Pinterest Button auf der rechten Seite versehen. Dieser wird dann auf einer Pinnwand Ihres Pinterest Accounts gemerkt, also gepinnt. Unternehmen können aber auch eigenständig Pins bei Pinterest hochladen und so ihren Content verlängern oder verbreiten.
Sollten Sie Pinterest als geeignete Plattform für Ihr Startup erkannt haben, dann kann es direkt losgehen!

 

Die ersten Schritte bei Pinterest 

Möchten Sie als Unternehmen bei Pinterest erfolgreich sein, dann ist ein eigenes Profil unumgänglich. User können Pins zwar auch selbst generieren, allerdings ist ein Business-Profil für die Steigerung der organischen Reichweite mehr als sinnvoll. Dazu melden Sie sich einfach wie zuvor beschrieben an oder wandeln Ihren bereits bestehenden Account in ein Business-Profil um. 

Im nächsten Schritt ist die Erstellung einer geeigneten Strategie sehr hilfreich. Dabei helfen Fragen wie: In welche Kategorien lässt sich mein Content einteilen? Zu welchen Events ist mein Inhalt zuzuordnen? Welche Pinnwände machen für mein Unternehmen Sinn? Passend zu Ihren Kategorien können Sie dann thematische Pinnwände anlegen und lospinnen. Beim Hochladen eines eigenen Pins ist es stets sinnvoll, diesen korrekt zu verschlagworten und entsprechende Keywords zu nutzen – denken Sie hier wie im SEO-Marketing.
Haben Sie Ihre ersten Pins erstellt und waren eine Weile aktiv, dann können Sie anschließend Ihre Inhalte analysieren und optimieren. Dazu dient das Analyse-Tool, welches Insights zu Ihrer Zielgruppe und deren Interessen gibt. Zudem können Sie einsehen, welche Pins besonders gut ankamen und an welchen Sie noch arbeiten können. 

Nicht zuletzt ist die Integration des Merken-Buttons auf der eigenen Webseite maßgeblich für den Erfolg auf Pinterest. Dieser Button ermöglicht es Ihren Kunden, Inhalte von Ihrer Webseite oder Ihrem Shop direkt auf die eigene Pinnwand zu pinnen und dort langfristig zu speichern. 

 

Die Vor- und Nachteile von Pinterest 

Die Vorteile der Nutzung von Pinterest liegen auf der Hand und werden Ihnen auch bald selbst auffallen. Es gibt kaum einen einfacheren Weg Content zu verlängern und zu verbreiten, denn in den meisten Fällen erledigen Ihre Kunden diese Arbeit für Sie. Da der Content zudem meist schon besteht, muss dieser nur für Pinterest angepasst werden und kann innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass Sie als Startup bei Pinterest einer noch nicht zu großen Konkurrenz ausgesetzt sind. Eine Umfrage unter Marketingverantwortlichen ergab nämlich, dass 94 % der Unternehmen Facebook für Marketingaktivitäten nutzen, aber nur 25 % auch auf Pinterest aktiv sind (Quelle: Statista, 2020). Ihr Content profitiert so auch von einer deutlich längeren Halbwertszeit als bei anderen Plattformen.
Ein weiterer ausschlaggebender Aspekt für die Nutzung von Pinterest ist die Zielgruppe. Diese ist etwas älter als bei Facebook, Instagram oder TikTok und zeichnet sich daher durch eine größere Kaufkraft aus. Zudem suchen Nutzer bei Pinterest gezielt nach Lösungen und Inspiration. Ihre Kundschaft befindet sich im Marketing-Funnel deutlich weiter unten als es bei anderen Marketingaktivitäten der Fall ist. 

Da bei Pinterest nicht der Austausch zwischen Profilen im Vordergrund steht, benötigen Sie an dieser Stelle zudem keine großen Ressourcen für das Community Management. Es besteht zwar die Möglichkeit eine private Nachricht zu schreiben, diese Funktion steht jedoch nicht im Vordergrund.
Vielmehr stehen die Verbreitung und das Merken relevanter Inhalte im Fokus der Plattform. Durch die Nutzung des Merken-Buttons und das Hochladen eigener Inhalte, werden Ihre Pins dank der einfachen Navigation der Plattform im Schnitt elf Mal weiter gepinnt. 

Neben den Vorteilen lassen sich nur wenige Nachteile bei der Nutzung von Pinterest identifizieren.
So benötigen Sie zu Beginn etwas Zeit, um ein eigenes Profil anzulegen und Ihre Strategie zu erarbeiten. Außerdem belohnt Pinterest solche Unternehmen, die regelmäßig Inhalte hochladen und ihre Pinnwände stets auf dem aktuellsten Stand halten. Des Weiteren ist eine gute Qualität der Bilder Pflicht bei der visuell geprägten Plattform, denn sonst fallen Sie nicht auf. Etwas Zeitaufwand ist daher von Nöten, wenn Sie das volle Potenzial der Plattform nutzen möchten. 

 

Fazit

Es zeigt sich, dass Pinterest als Instrument im Online Marketing für Startups durchaus Sinn macht. Mit überschaubaren Mitteln bieten sich zahlreiche Vorteile, die größtenteils ohne Budget erzielbar sind. Als Unternehmen können Sie bei der noch nicht überlaufenen Plattform sowohl Neukunden ansprechen als auch Bestandskunden mit neuen Inhalten versorgen. Diese werden Ihnen durch die Verbreitung Ihrer Inhalte danken. Außerdem bietet sich Pinterest als Plattform für Influencer und Affiliate Marketing an. Nähere Informationen zu diesen Marketingformen finden Sie in bereits veröffentlichten Beiträgen der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V.. 

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