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GfA e.V. - Gesellschaft für Arbeitsmethodik und Lebensgestaltung

Gut zu Wissen: Vimeo als Marketing Instrument, Teil 2

Vergleich von Vimeo und YouTube

Das klingt für Sie wahrscheinlich nach ziemlich vielen Einschränkungen. Dennoch sollten Sie die Vorzüge der etwas kleineren Plattform nicht sofort ausschließen. Das Portal bietet definitiv Vorzüge, die die Konkurrenz so nicht leistet. Gleichzeitig ist es abhängig vom Fokus Ihres Unternehmens oder Ihrer Tätigkeit, ob sich die speziellen Vorteile der Videoplattform für Sie auszahlen. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, wollen wir daher nun die beiden Portale vergleichen. 

1. Die Plattform und ihre Nutzer

YouTube verzeichnet jeden Monat mehr als zwei Milliarden Nutzer, die täglich mehr als eine Milliarde Stunden Videomaterial ansehen, mehr als auf Netflix und Facebook zusammen. Videoproduzenten verspricht die Plattform somit eine Menge Reichweite und die Möglichkeit, mit den eigenen Inhalten Geld zu verdienen, zum Beispiel durch die Einbindung von Werbeanzeigen. YT gehört zu Google und ist somit die zweitgrößte Suchmaschine des Internets. Dass YT die größte Videoplattform ist, heißt aber auch, dass es entsprechend viele Uploads pro Tag gibt (rund 400 Stunden Videomaterial pro Minute, um genau zu sein). Da geht ein Video entsprechend schnell unter. Die größte Nutzergruppe von YT ist relativ jung, junge Männer und Frauen zwischen 18 und 34 sehen sich hier Videos an, übrigens zu mehr als 70 Prozent auf ihren mobilen Geräten. 

Auf der Videoplattform tummeln sich rund 175 Millionen „Videoschöpfer“ und Marken, ansonsten hält sich das Portal mit Zahlen zum eigenen Unternehmen eher zurück. Die Community ist wohl dennoch eher klein – aber umso kreativer. Zur wichtigsten Zielgruppe gehören Professionals aus dem Kreativ- und Filmbereich, Regisseure, Produzenten, Designer, aber auch Filmenthusiasten oder Studierende, die Freude an hochwertigen Inhalten haben. Filmschaffenden dient die Videoplattform als Quelle der Inspiration und Portfolio, die Community ist mit viel Leidenschaft, aber auch hohem Anspruch und Standard aktiv. Statt um Quantität geht es klar um Qualität. Von Mitarbeitenden werden auf der Plattform regelmäßig die sogenannten „Staff Picks“ kuratiert, „die besten Kurzfilme im Internet, von Hand ausgewählt“. Da weniger Videos auf der Plattform geteilt werden, gehen Videos weniger schnell in der Masse unter, erreichen auf organische Weise aber auch weniger, dafür anspruchsvollere Nutzer, die mitunter auch bereit sind, für den Inhalt zu zahlen. 

Interessant ist die Videoplattform auch für Kulturschaffende, die Beiträge mit Niveau teilen möchten. Diese treffen hier vermutlich eher auf eine entsprechend interessierte Zielgruppe. So nutzen zum Beispiel einige Museen die Plattform für ihre Inhalte. Aber auch Fitness-Unternehmen oder Glaubensgemeinschaften setzen gerne auf die Live-Features des Videodienstes. Den Nutzern der Plattform wird zudem mehr Konzentrationsvermögen hinsichtlich der Inhalte nachgesagt: Langsame Filme mit Mehrwert gehen hier somit vielleicht weniger unter als auf der Konkurrenzplattform mit seinen schnellen Schnitten und knalligen Einblendungen. Umgekehrt könnte es Marken schwer fallen, sich auf dem Videoportal zu platzieren, da die Community hier weniger auf der Suche ist nach werblichen Inhalten. Wer will, dass die eigenen Videos „viral“ gehen, der setzt eher auf die Konkurrenz. 

 

2. Mitgliedschaft und Werbung

Ein YT-Account kann völlig kostenlos genutzt und betrieben werden, Speicherplatz oder Uploads sind nicht beschränkt. Auch Livestreams können von jedem nach einer erstmaligen Freischaltung veröffentlicht werden. Entsprechend setzt das Geschäftsmodell von YT auf Werbeeinnahmen. Wer über entsprechendes Budget verfügt, kann seine Videos bewerben, damit diese von mehr Nutzern gesehen werden und auch in der Google-Suche besser positioniert werden. Werbeinhalte können so zum Beispiel vor, während oder nach Videos anderer Nutzer zu bestimmten Themen gezeigt werden. YT bietet hier viele Möglichkeiten – was gleichzeitig ein Nachteil ist. So kann es nämlich passieren, dass vor oder neben Ihrem Video eines der Konkurrenz gezeigt wird, weil dieser es geschickter oder mit mehr Geld bewirbt. Umgekehrt lässt sich durch die Einbettung von Werbung in die eigenen Videos auch Geld auf YT verdienen: Je mehr Aufrufe das Video hat, desto mehr Geld verdient man. Aus Zuschauersicht sind die Werbeeinblendungen wohl nur eines: nervig. 

Auf das Preismodell der Videoplattform sind wir im oberen Abschnitt bereits eingegangen. Die Standard-Mitgliedschaft eignet sich für alle, die zwar Teil der Community sein wollen, Videos ansehen und kommentieren möchten, aber weniger eigene Inhalte teilen. Für professionelle Ersteller und Unternehmen empfiehlt sich ein Upgrade, um viel Videomaterial zu veröffentlichen, Live-Events zu streamen oder Zugang zu Marketing- und Analysetools zu erhalten. 

Auf Werbung verzichtet die Videoplattform, was ein großer Vorteil der Plattform ist, was das Unternehmen sich aber natürlich auch bezahlen lassen muss. „Keine Werbung vor, auf oder hinter den Videos“, das ist die Devise. So wird das Video genau in dem Rahmen präsentiert, in dem man es zeigen möchte. 

Die unzähligen wirklich nützlichen Features und Funktionen der Plattform sind natürlich nicht kostenlos – und auch nicht für jeden relevant. Wer allerdings zum Beispiel Livestreams teilen möchte, der kommt auf ein Upgrade auf den Premium-Tarif nicht herum, der mit 70 Euro zu Buche schlägt. Außer den Live-Streaming-Funktionen enthält der Premium-Tarif alle Video-Hosting-Tools, für die die Plattform bekannt ist, vom Marketing über Analysen bis zur Zusammenarbeit.

Geld verdienen lässt sich auf der Plattform, indem man eigene Inhalte über „On Demand“ oder „OTT“ direkt an Zuschauer aus aller Welt verkauft. Dabei gehen 90 Prozent der Einnahmen an den Urheber des Videos, 10 Prozent an das Unternehmen. Auch diese Funktion kommt ganz ohne Werbeunterbrechungen aus. 

 

3. Einstieg in die Videokommunikation

Wer neu in die Bewegtbild-Kommunikation einsteigt, braucht gegebenenfalls auch mehr Unterstützung. Hierfür hat die Videoplattform einiges zu bieten.

Im „Create“-Bereich gibt es einen eigenen Video Maker, mit dem Sie selbst Videos anhand von anpassbaren Vorlagen erstellen und bearbeiten können. Außerdem finden Sie hier Stockfotos oder -videos sowie lizenzierte Musik, die Sie nach Lust und Laune anpassen können.

Die Feedbackkultur ist sehr lebendig auf der Videoplattform und Kreative geben einander hier ehrliches und konstruktives Feedback. Der Austausch mit einer sehr originellen Community kann für Professionals aus dem Creative- oder Design-Bereich sehr wertvoll sein. Die Konkurrenzplattform nutzen ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, Kommentare können hier auch mal im raueren Tonfall formuliert sein. 

Erwähnenswert ist auf der Videoplattform zudem der sehr gute und persönliche Support, der insbesondere Einsteigern den Start in die professionelle Videokommunikation erleichtert. Dieser steht zahlenden Mitgliedern zur Verfügung. Im englischsprachigen Blog finden Nutzer hilfreiche Tipps und Inspirationen rund um die Videoerstellung, Suchmaschinen-Optimierung, Vermarktung oder Zubehör.

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