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GfA e.V. - Gesellschaft für Arbeitsmethodik und Lebensgestaltung

Messenger – ein kurzer Überblick

Am 25. Mai 2018 wurde die Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, als eine Verordnung der Europäischen Union ins Leben gerufen. Mit ihr wurden die Regeln zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten EU-weit vereinheitlicht. Ihr Ziel war es den Schutz von personenbezogenen Daten zu gewährleisten und einen freien Datenverkehr innerhalb der EU zu sichern. Im Sinne der DSGVO resultierte die sogenannte Informationspflicht, nach welcher Unternehmen, die Daten erheben und verarbeiten, die Betroffenen umfassend informieren und über ihre unternehmerischen Pflichten aufklären müssen. Seit kurzem fällt das Augenmerk bei Datenschutz hierbei auf Messenger. Manche von ihnen bedienen sich persönlicher Daten wie dem Standort, Batteriestand, IP oder Signalstärke, aber auch wie, wann und wie lange mit einer anderen Person oder Unternehmen kommuniziert wurde. Vor allem WhatsApp geriet in Kritik die Datenschutz-Richtlinien nicht konform einzuhalten – ist diese Kritik berechtigt?

WhatsApp

WhatsApp ist seit Jahren der wohl global bekannteste Messenger, und erhielt schon vermehrt Nachreden den Datenschutz, und die damit verbundene Datenverarbeitung, nicht benutzersicher zu gestalten. Tatsächlich greift WhatsApp auf die Kontaktliste des Nutzers zu und gleicht ab, ob die darin vorhandenen Telefonnummern einem Konto zugewiesen sind. Abseits der gesammelten Geräteinformationen werden auch nicht zugestellte Nachrichten bis zu 30 Tage in verschlüsselter Form auf den Servern gespeichert. Datenpannen wie in Google einsehbare Gruppenchats, auf fremden Smartphones geladene Chatverläufe oder veröffentlichte WhatsApp-Accounts hinterließen einen bitteren Nachgeschmack bei der Nutzung des Messengers. Seit 8. Februar 2021 besteht zudem ein Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook. Das führt dazu, dass persönliche Daten von WhatsApp an Facebook weitergeleitet und für Werbezwecke oder zur Verbesserungen der Produkte verwendet werden können. Dieses Update betrifft die gesamte Welt, nur die EU ist dank des DSGVO davon ausgenommen. Der Messenger per se erfüllt die General Data Protection Regulation – englische Bezeichnung der DSGVO – nicht. WhatsApp sollte nicht in Unternehmen oder mit Firmenhandys benutzt werden, da der Zugriff auf personenbezogene Daten in der Kontaktliste eine Zustimmung jedes gespeicherten Kontaktes vorschreiben würde. Wird diese Zustimmung nicht erteilt, so können Haftungen fällig werden. Als Privatperson bedarf es hierbei jedoch keinerlei Sorge. Die Datenverwendung für familiäre oder persönliche Zwecke ist nicht von der DSGVO eingeschlossen, folglich kann für Privatpersonen keine Haftung durch den Gebrauch von WhatsApp ausgesprochen werden.

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