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GfA e.V. - Gesellschaft für Arbeitsmethodik und Lebensgestaltung

Wie erstelle ich einen großartigen Cornerstone Artikel? Teil 2

Gerade wenn eine Webseite nicht neu ist und bereits Artikel vorhanden sind, kann es sinnvoll sein, diese zu recyceln. Hierbei kann ein Artikel komplett umgeschrieben und ergänzt werden. Es können aber auch mehrere Artikel zu einem neuen Cornerstone-Artikel zusammengeführt werden, um Dopplungen und Konkurrenz in der internen Verlinkung bei zu ähnlichen Beiträgen zu vermeiden.

Der erste Schritt besteht deshalb darin, einen passenden Artikel auszuwählen. Anhaltspunkte hierfür können sein:

  • Hohe Wortanzahl (der Artikel ist bereits informativ und lang).

  • Anzahl bereits bestehender interner Verlinkungen (der Artikel ist bereits gut eingebettet).

  • Geeignetes allgemeines Thema, aus welchem sich Unterseiten ableiten lassen.

Im zweiten Schritt wird der Artikel umgeschrieben. Sollte noch kein passender Basis-Artikel für eine Optimierung vorhanden sein, muss dieser neu erstellt werden. Folgende Kriterien sollten berücksichtigt werden:

  • Das Oberthema ist klar erkennbar.

  • Der Beitrag ist aktuell (grundsätzlich soll Cornerstone Content ein zeitloser „evergreen“ sein, aber je nach Thema kann es erforderlich sein, Verweise auf neue Entwicklungen einzubringen).

  • Der Beitrag ist umfassend und beinhaltet sowohl einen allgemeinen Überblick als auch zahlreiche Tipps und Details. Diese müssen nicht im Cornerstone-Artikel selbst verarbeitet werden. Hierbei kann es sich um weiterführende Seiten handeln, auf welche mit interner Verlinkung verwiesen wird.

  • Der Artikel besitzt eine logische Gliederung, ggf. macht ein Inhaltsverzeichnis zu Beginn besonders langer Artikel Sinn. Cornerstone-Artikel können gebookmarkt werden, sodass Leser sie als go-to-Quelle nutzen und häufig zu ihnen zurückkehren. Durch eine erleichterte Navigation wird dieser Effekt noch verstärkt.

  • Häufig wird dem Leser ein Problem mit der passenden Lösung präsentiert. Das Problem ist meist die Suchphrase, mit welcher der Leser auf den Artikel stößt („Wie erstelle ich einen großartigen Cornerstone Content“?). Die Antwort („Der ultimative Guide zur Erstellung von unschlagbarem Cornerstone Content im Jahr 2021“) präsentiert die Lösung umfassend und lässt keine Fragen offen.

Im dritten Schritt wird der Artikel optimiert. Es gibt verschiedene Tools und Plug-Ins (z. B. für WordPress), welche eine SEO-Analyse von Cornerstone Content ermöglichen. Besonders relevant sind hierbei:

  • Lesbarkeit (readability): Natürlich richtet sich die Lesbarkeit nach der Zielgruppe. Ne nach Thema können Fachbegriffe verwendet werden. Sind Wörter oder Sätze jedoch zu lang, wird das Lesbarkeits-Ranking von Suchmaschinen heruntergestuft. Das wiederum resultiert in einem schlechteren Ranking.

  • Meta title und meta description: Das Keyword, für welches der Cornerstone Content ranken soll, muss bereits im meta title und der meta description vorkommen. Diese werden als erstes von Suchmaschinen ausgelesen. Ebenfalls sollte es im ersten Satz des Textes sowie mehreren Zwischenüberschriften vorkommen. Hierbei ist jedoch wichtig, dass Keywords stets organisch in den Text einfließen: Qualitativer Content wird für Menschen und nicht für Suchmaschinen geschrieben!

  • Alt Attribute: Auch das Einfügen von Bildern mit einer relevanten Bezeichnung kann die Suchmaschinenoptimierung eines Cornerstone-Artikels unterstützen. Die search phrase sollte sich im Alt-Attribut der Bilder wiederfinden. Bei mehreren Bildern ist es sinnvoll, ähnliche – aber nicht identische – Begriffe zu verwenden.

  • Keyword stuffing: Eine zu hohe Verwendung eines Keywords kann von Suchmaschinen als sogenanntes keyword stuffing beurteilt werden und führt zu einer Abwertung des Rankings. Bei der Wahl der Keyword-Dichte sollte stets beachtet werden, dass zwar klar werden sollte, um welches Hauptkeyword der Artikel konstruiert wurde. Wichtiger ist jedoch der Mehrwert für den Leser. Suchmaschinen besitzen mittlerweile intelligente Algorithmen, um zu errechnen, welchen Mehrwert ein Artikel für den Leser bietet. Im Fokus sollte daher stets die Leserorientierung stehen.

Was muss ich bei der Struktur meiner Webseite beachten?

Ist ein perfekter Cornerstone-Artikel geschrieben, muss die gesamte Webseite mit Blick auf die internen Verlinkungen überarbeitet werden. Wichtig ist hierbei eine Logik „von unten nach oben“. Es macht wenig Sinn, alle bestehenden Artikel wie ein Spinnennetz miteinander und untereinander zu verlinken, da hierdurch keine Hierarchie entsteht. Es wäre nicht erkennbar, welcher Artikel nun tatsächlich am relevantesten sein soll.

Vielmehr ist es wichtig, die Logik der Cornerstones zu erkennen. Vergleichen wir den Webseitenaufbau mit einer Pyramide, dann steht ein Cornerstone-Artikel ganz oben. Er besitzt ein spezifisches Keyword, welches knapp und relevant ist. Unter diesem Artikel befinden sich weitere Artikel, die beispielsweise eine „long tail version“ des Keywords beinhalten. Jeder hierzu passende Artikel verweist auf den über ihm liegenden Cornerstone Content, jedoch nicht zwangsläufig auf die neben ihm stehenden Beiträge.

Auch ist es möglich, sich die Struktur einer Webseite wie eine Landkarte vorzustellen. Cornerstone-Artikel sind große Städte, welche durch zahlreiche Haupt- und Nebenstraßen mit kleineren Städten verknüpft werden. Bereits aus großer Entfernung erkennt man die Metropolen, während kleinere Städte quer über die Landkarte verteilt sind. Jeder Cornerstone-Artikel sollte bereits von weit weg als Großstadt erkannt werden, die in ein dichtes Netz aus Verbindungen zu umliegenden Städten eingebunden ist.

Übrigens: Eine durchdachte interne Struktur und Verlinkung hilft nicht nur dabei, Cornerstone Content zu pushen. Indem ein spezifisches Thema von vielen Seiten aus beleuchtet wird, erkennen Suchmaschinen einen Schwerpunkt und ranken die Webseite bei Suchanfragen zu diesem Thema insgesamt höher. Neben der Hierarchie der internen Verlinkung hilft auch eine Ordnung nach Kategorien, den Inhalt der Seite logisch zu sortieren. So könnte beispielsweise für jede Kategorie ein Cornerstone-Artikel verfasst werden.

Weitere Schritte zur Optimierung

Steht der Cornerstone Content und die interne Verlinkung ist gut, kann die Optimierungsarbeit mit Blick auf die gesamte Seite fortgesetzt werden. Mögliche Ansätze sind beispielsweise:

  • Verfassen von longtail keyword-Artikeln in Kategorien, die bisher noch unterrepräsentiert sind.

  • Regelmäßige Recherche der relevanten Keywords mit hohem Suchvolumen, um traffic zu generieren und in der Folge Leser auf den Cornerstone Content zu lenken.

  • Arbeit an der conversion rate, also der Anzahl der Leser, welche sich für das Kaufen eines Produktes oder das Buchen einer Dienstleistung entscheiden.

Fazit

Cornerstone Content ist ausgesprochen wichtig und sollte deshalb bei der Suchmaschinenoptimierung der eigenen Webseite nicht vergessen werden. Zwar kann der Aufwand zu Beginn etwas höher erscheinen, als lediglich viele Artikel „runterzuschreiben“. Ein durchdachtes und planvolles Vorgehen bringt auf lange Sicht gesehen jedoch deutliche Vorteile. Darüber hinaus hilft dieses Instrument dabei, die Inhalte der Webseite zu organisieren und somit einen ohnehin erforderlichen Überblick zu verschaffen, der jede Menge SEO-Vorteile bereithält.

Es ist nie zu spät, Cornerstone-Artikel in das Fundament der eigenen Webseite zu integrieren. Nur so kann diese langfristig wachsen und dabei stabile hohe Suchmaschinen-Rankings erzielen.

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